Chronik

Über 20 000 Mitglieder im

Regionalverband Bayerisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine e.V.

Der am 30. November 1980 in Lauingen/Donau aus der Taufe gehobene BSF- Verband hat sich zum Ziel gesetzt, alle interessierten Faschingsvereine und Narrenzünfte im Regierungsbezirk Schwaben zu einer gemeinsamen Institution zusammenzufassen, um miteinander heimatliches fastnachtliches Brauchtum zu pflegen und zu leben. So umfasst der Verband zwischen Allgäu und Ries, Iller und Paar zwischenzeitlich 99 Faschingsvereine und Narrenzünfte mit insgesamt rund 20.000 Einzelmitgliedern und ist damit einer von den 35 Regional- bzw. Landesverbänden innerhalb des Dachverbandes, dem Bund Deutscher Karneval Köln e.V., welcher selbst rund 3 Millionen Mitglieder hat.

Das BSF-Verbandsemblem gibt einen kleinen Einblick in die Konstellation dieser Narrenvereinigung. Auf der rechten Seite ist die Lauinger Hexe dargestellt, welche die schwäbisch-alemannische Fasnacht symbolisiert. Damit soll auch auf die mittelalterliche Tradition der Fastnacht in der alten Herzogstadt Lauingen hingewiesen werden. Lauingen ist zugleich Sitz des Verbandes in der heutigen nordschwäbischen Narrenmetropole. Auf der linken Seite des Logos wird die Fröhlichkeit und der Allgäuer schlitzohriger Humor durch den Mindelheimer Durahansl dargestellt. Gekreuzte Narrenpritsche und Narrenzepter symbolisieren die herzliche Eintracht von lustiger schwäbischer Fasenacht und heiterem bayerischem Fasching. Darunter ist das Wappen des Bezirkes Schwaben zu sehen, das die Narren vom Allgäu bis zur Donau fröhlich vereint.

 

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Während des ganzen Jahres bietet der BSF-Verband mit seinem seit der Gründung amtierenden Präsidenten Eugen Müller den Mitgliedsvereinen Fachseminare und Schulungen an, sei es in steuerlichen Belangen, in der Öffentlichkeitsarbeit, in Trainerlehrgängen, in der Jugendarbeit, in Schminkkursen, in Rhetorikkursen, in Seminaren für Büttenreden, sowie für Bühnentechnik in Licht und Ton. Einen bedeutenden Einblick in die ganzjährige Jugendarbeit gibt auch das alljährliche Tanzturnier mit Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft des BDK. Von der Regierung von Schwaben wurde die Narrenjugend des BSF-Verbandes am 17. September 1999 als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Damit wird die Jugendarbeit des Verbandes, aber auch seiner Mitgliedsvereine entsprechend gewürdigt. Als Mitglied im Schwäbischen Bezirksjugendring wurde die eigenständige Jugendorganisation am 13. Juli 2000 auch Mitglied im Bayerischen Landesjugendring.

Heimatliche, bodenständige, fastnachtliche Bräuche, die von den Verbandsmitgliedern in Schwaben in starkem Maße betrieben werden, wurden mehrfach vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichnet und in einigen Sendungen ausgestrahlt. Dabei wurden dokumentiert: Narrensprünge, fastnachtliche Kinderbrotspeisungen, Geldbeutelwäsche, Rathausstürmungen, Narrenbaumstellen, Funkenfeuer, Scheibenschlagen, Schulstürmungen, Hemdglonkerumzüge, Maskenbälle und diverse Heischebräuche.

Der Verband war mit seinen Vereinen etliche Male mit zugkräftigen Nummern bundesweit bei verschiedenen Fernsehsendungen (ZDF, SWR und BR) mit vertreten. Im Oktober 2000 wurde ein interessantes Buch mit dem Titel „Fasnacht ist Brauchtum in Bayerisch-Schwaben“ herausgegeben. Dieses gibt einen aufschlussreichen Einblick in fastnachtliches Treiben zwischen Allgäu und Donau und deren Verbandsmitglieder.

In entsprechendem Jahresturnus führt der Verband in Verbindung mit dem Narrensprung, bzw. den Narrentagen auch das BDK-Freundschaftstreffen durch. Es war dies bis jetzt stets eine tolle Großveranstaltung der schwäbischen Straßenfastnacht, durchgeführt in Dillingen, Günzburg und Mindelheim. Die entsprechenden Planungen für das Jahr 2007 laufen bereits. Die Narrenzunft der Memminger Stadtbachhexen werden vom 2. – 4. Februar 2007 in der sogenannten Maustadt Memmingen für die entsprechend Abwicklung verantwortlich sein.

Neben dem alljährlichen närrischen Besuch beim Ministerpräsidenten in der Bayerischen Staatskanzlei in München, gibt es ab und zu auch in der Fastnachtszeit närrische Auftritte im Schwäbischen Bezirkstag. Besonderes Ereignis war sicherlich, als im Jahr 2001 rund 25 bunte Hästräger aus dem BSF-Verband bei Bundeskanzler Gerhard Schröder in Bonn die schwäbisch-alemannische Fasnacht präsentierten.

Seit kurzem erfreut sich der BSF-Verband auch bester Zuschauerquoten bei der BR-Fernsehsendung „Schwaben weißblau, - hurra und helau“ aus der Memminger Stadthalle.

Rund 40% unserer BSF-Mitgliedsvereine pflegen seit vielen Jahren über Deutschlands Grenzen hinaus freundschaftliche Kontakte zu Faschingsvereinen, Karnevalsgesellschaften und Guggamusiken in der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Frankreich und Holland. Sie bringen dadurch einen wertvollen Beitrag zum gemeinsamen friedvollen Europa der Zukunft.

Neben zahlreichen BSF-Verdienstorden ist unsere höchste Verbandsauszeichnung, die Ehrung mit den „Staufer-Löwen in Gold“.

Alljährlich erscheint unser bundesweit beliebter BSF-Narrenspiegel, der stets einen interessanten Einblick in das Geschehen und die Aktivitäten der Mitgliedsvereine und Zünfte innerhalb und außerhalb der närrischen Saison um Raum zwischen Allgäu und Ries geben. (em)

 

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