Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits im Frühjahr 2004 befasste sich der Kirchenvorstand der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Lauingen mit der Idee, auf dem Kirchdach eine Photovoltaikanlage zu errichten, ließ sich von Experten beraten, gründete einen Ausschuss, der sich in die Materie einarbeitete, Angebote einholte und Möglichkeiten der Finanzierung durchdachte.
Nach reiflicher Überlegung fasste das Gremium im Dezember 2004 einstimmig den Beschluss, auf dem Dach der Christuskirche eine Photovoltaik-Anlage in der Größenordnung von ca. 8 kW zu errichten. Weshalb eine Photovoltaikanlage auf dem Kirchendach werden Sie vielleicht fragen, wären andere Projekte nicht vorrangiger?
Wir wollen mit dieser Anlage aus christlicher Verantwortung heraus ein Zeichen setzen, darauf hinweisen, dass unsere fossilen Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas, Kohle zur Energiegewinnung nicht unbegrenzt vorhanden sind. Wann diese Grenze erreicht wird, ist nebensächlich. Die Preise für diese Brennstoffe werden kontinuierlich steigen, internationale Konflikte um das Öl zunehmen.
Dass uns zudem ein Klimawandel bevorsteht, wird von kaum einem Experten bestritten. Bereits heute erleben wir seine Vorboten. Dass dafür hauptsächlich die von uns verursachten CO2 - Emissionen verantwortlich sind, ist erwiesen. Unsere Lebensbedingungen, vor allem die der folgenden Generationen, werden sich verschlechtern.
Auch die Stromerzeugung durch Kernenergie ist nicht unbedenklich. Unsere Kernkraftwerke weisen zwar den höchsten Sicherheitsstand auf, doch die Uranvorkommen sind ebenfalls begrenzt, die Zwischen- und vor allem die Endlagerung des Atommülls nicht gesichert.
Das Leitbild der Nachhaltigkeit im Sinne einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung im Sinne künftiger Generationen verpflichtet gerade die Kirche zum Handeln.
Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen durch den sogenannten Photoeffekt. Ein Quadratmeter Modulfläche erspart der Umwelt im Jahr ca. 50 Kilogramm CO2 . Anders als gelegentlich behauptet wird, produziert ein Solarmodul im Laufe seines "Lebens" das bis zu 10fache des Stroms, als an Energie zu seiner Herstellung benötigt wird. Muss die Anlage nach ca. 30 Jahren abgebaut werden, fällt kein Sondermüll an, das Material kann problemlos recycelt werden.

Inzwischen wurde die Anlage installiert und läuft. Natürlich sind wir bei der Finanzierung dieses Projektes nach wie vor auf Spenden angewiesen und hoffen auf Ihre ideelle aber auch materielle Unterstützung. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenquittung.

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank

Die Mitglieder des Photovoltaikausschusses der Kirchengemeinde Lauingen

 
Spenden bitte auf das Konto.-Nr. 254304 bei der Sparkasse Lauingen BLZ 722 515 20
 

Die Anlage

in der Sakristei.

 

auf dem Dach
aus dem Glockenstuhl