Chronik der Musikkapelle Lutzingen

Der Ursprung der Kapelle geht bis auf die Jahrhundertwende zurück. Im Jahre 1901 war Herr Seitz aus Schwennenbach Dirigent. Der Stand der Kapelle war damals sieben Mann. Nach seiner Militärzeit bei der Regimentsmusik übernahm Herr Michael Götz aus Lutzingen die Leitung. Nachdem im Jahre 1914 mehrere Bläser zum Kriegsdienst einberufen wurden, war der Weiterbestand der Kapelle stark gefährdet. Um diesen Untergang zu umgehen, wurden nach dem Krieg junge Leute Ausgebildet. In den Jahren 1933 bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges wurden die umliegenden Gemeinden musikalisch versorgt. Nach dem Tod des damaligen Kapellenleiters Michael Götz im Jahre 1941 übernahmen die Söhne Michael und Johann die Leitung der Kapelle, deren Mitglieder durch den zweiten Weltkrieg erneut stark dezimiert wurden. Nach dem tragischen Tod von Michael Götz im Jahre 1957 wurde durch die Initiative des damaligen Bürgermeisters Gottfried Lorenz unter der Leitung von Johann Seitz-Götz eine Gruppe von ca. 20 Jugendlichen ausgebildet.

Nach vier bis fünf Jahren ging es auch unter dieser bewährten Leitung stetig aufwärts. Ein Glücksfall für die Kapelle war auch Hans Sing aus Schwennenbach, damals Theologiestudent. Er konnte bei Konzerten auf der Tuba begeistern und fungierte als hervorragender Moderator. Zudem, verhalf er der Kapelle zu bedeutsamen kirchenmusikalischen Tätigkeiten bei Priesterweihen in Dillingen und Augsburg. Auch Josef Götz, damals Lehrer in Kicklingen stand in dieser Zeit der Kapelle als disziplinierter Dirigent zur Verfügung.

Die Kapelle spielt seit 1978 bei Wertungsspielen mit großem Erfolg in der Oberstufe. Besondere Höhepunkte waren unsere Neueinkleidung mit dem original Schwäbischen Gwand 1973 und die Erneuerung 1989. Ebenfalls 1989 wurde von der Musikkapelle das inzwischen recht beliebte Dorffest in Lutzingen ins Leben gerufen. Ein wichtiger Punkt im Kapellenleben war 1993 die Neuwahl von 1. Vorstand Michael Winter und die Eintragung ins Vereinsregister als Musikverein "Musikkapelle Lutzingen e.V.". Auch die Übergabe des Dirigentenamtes von Johann Seitz-Götz an Eugen Götz am 12.12.1994 der bis dahin eine exzellente Jugendausbildung machte, verdient große Anerkennung im Vereinsgeschehen. Unter der neuen Leitung der Vorstandschaft sowie dem rührigen Dirigenten Eugen Götz hat die Kapelle ihren guten Leistungsstand erweitern können, und führte zudem erstmals Kirchenkonzerte sowie Auslandsgastspiele in Polen und Ungarn durch. Weit über die Grenzen Lutzingens hinaus ist die Kapelle beliebt und bekannt. Die Musikkapelle hat zur Zeit 58 aktive Mitglieder davon 21 Unter 18 Jahren und ist dem Allgäu- Schwäbischen Musikbund angeschlossen.
 
 


Markante Punkte aus der Chronik der Musikkapelle Lutzingen

1901 Dirigent Herr Seitz Schwennenbach
1901 Eintritt von Michael Götz bei Dirigent Seitz (7 Mann Kapellenstand)
1906 Militärzeit von Michael Götz Eintritt zur Regimentsmusik
1908 Leitung der Lutzinger Kapelle durch Michael Götz
1914 Kriegszeit 4 Jahre keine Kapelle wegen Tod der Musiker
1923 Michael Götz holt von der Stadtkapelle Höchstädt Aushilfen für die Kapelle
1933 Neuaufbau nach dem Umsturz mit den eigenen Söhnen Michael und Georg
1939 32 Jahre Leitung der Kapelle Lutzingen
17.03.1941 Todestag von Michael Götz sen. (Die Kapelle wird von den Söhnen Michael und Johann geführt).
1957 Michael Götz Junior verstarb mit 32 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls
1959 Neugründung auf Initiative von Bürgermeister Lorenz Leiter Johann Seitz-Götz
1964 Pfarrinstallation Pfarrer Lippert
1965 Anschaffung einer Musikerjacke im Matrosenstil
11.12.1966 erstes öffentliches Konzert (Moderation Johann Sing Schwennenbach)
1972 Wechsel im Verein; Johann Sing scheidet als Bassist und ausgezeichneter Moderator aus, ebenso Franz Lindenmayer der als Kassierer und Schriftführer fungierte.
1972 Kassierer wird Johann Mengele, Schriftführer Ludwig Rieder, stellv. Kapellenleiter Alfons Spägel, Notenwart Johann Liebl, Kapellenleiter Johann Seitz-Götz.
1973 Die neue Uniform wird angeschafft, das Allgäu-Schwäbische Gwand. Erster Auftritt Pfingsten beim Platzkonzert in Lutzingen anschließend Sammlung in Lutzingen durch Johann Seitz und Ludwig Rieder, Helmut Mayr und Albert Burggraf.
17.06.1973 Platzkonzert in Schwennenbach Sammlung durch Johann Liebl und Helmut Schleehuber
1973 Erster Ausflug der Kapelle nach Pfaffenhofen/Ilm, Gottesdienstgestaltung und Standkonzert für Johann Sing unserem ehemaligen Musikkameraden
30.06.1973 Festkapelle in Schwennenbach beim Schützenfest
15.04.1974 Erste Teilnahne beim Jugendlehrgang in Donauwörth
1974 Emil Scheerer wird Kassierer
1975 Festkapelle beim Gauschießen in Unterfinningen
1976 Dirigentenlehrgang von Eugen Götz und Franz Seitz-Götz
1977 Erstes Gastspiel in Köln Ehrenfeld (August)
1977 50. Geburtstag Kapellenleiter Johann Seitz-Götz
1978 Festkapelle Gauschießen in Oberfinningen
09.07.1978 Wertungsspiel Oberstufe in Höchstädt
1979 Renovierung unseres Proberaums
1980 Festkapelle beim Gauschießen in Lutzingen
19.09.1981 Emil Scheerer tritt als Kassierer zurück, Georg Götz wird neuer Kassierer
29.08.1981 2. Kölner Gastspiel in Ehrenfeld
20.03.1986 Beerdigung von Gottfried Lorenz
01.08.1987 Pfarrer Mahl kam nach Lutzingen
29.08.1987 Wieder in Köln zu Gast
17.07.1988 Erstes Lutzinger Dorffest
22.07.1989 Trachtenerneuerung
05.06.1990 Wertungsspiel in der Oberstufe in Tapfheim, 1. Rang mit Belobigung
1993 Ludwig Rieder stellt nach 21 Jahren sein Amt als Schriftführer zur Verfügung
03.12.1993 Neuwahlen 1. Vorstand Michael Winter, 2. Vorstand Walter Götz, Schriftführer Alfred Käßmeier, Kassierer Georg Götz, Jugendleiter Eugen Götz
12.12.1994 Eugen Götz wird neuer Dirigent
1996 Auslandfahrt Ungarn
1997 Auslandfahrt Polen
1998 Musikantenausflug Österreich Mondsee
04.01.1999 Burggraf Rainer wird zum 2. Vorstand der Musikkapelle gewählt, Ludwig Rieder wird als unterstützender Schriftführer hinzugewählt
1999 Albert Burggraf Senior blickt auf 35 Jahre Hausmeistertätigkeit im Probesaal zurück
1999 Georg Götz blickt auf 18 Jahre Vereinstätigkeit als Kassierer zurück

 
 
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Erstellt von Bettina Burggraf