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Rubrik 'Stadt Giengen' - HZ - 20.07.2007
| Aktion der Robert-Bosch-Realschule hilft
Kindern im früheren Bürgerkriegsland Uganda |
| 24 Stunden laufen auf dem Schießberg |
| Rund 800 Teilnehmer in 28 Mannschaften starteten
gestern Vormittag – Sponsoren zahlen nach Kilometern |
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| GIENGEN. Kann ein Mensch 24 Stunden
ununterbrochen im Dauerlauf auf dem Schießberg unterwegs sein? Das
scheint unglaublich, aber es stimmt. Zumindest ein Mann startete gestern
Vormittag zu diesem extremen Marathon. |
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Bürgermeister Franz Heger (rechts) gab gestern
Vormittag den Startschuss zum „Lauf für Uganda“, eine
spektakuläre Benefiz-Aktion der Robert-Bosch-Realschule mit rund
800 Startern in 28 Mannschaften, die Tag und Nacht abwechselnd
ihre Runden um das TSG-Stadion ziehen und je nach
Kilometerleistung von Sponsoren Geld für ein soziales Projekt in
Uganda erhalten. Fotos: km |
Es war Schlag 11 Uhr, als Bürgermeister Franz Heger im TSG-Stadion
den Startschuss für den von der Robert-Bosch-Realschule organisierten
„Lauf für Uganda“ abfeuerte. Der dauert 24 Stunden und endet somit
heute eine Stunde vor Mittag. Wenn dann Dietmar Mücke aus Wasserburg über
die Ziellinie läuft, wird das für den Enddreißiger keine Besonderheit
sein: Der Mann ist Meister im 24-Stunden-Lauf, eine Disziplin, die vom
Deutschen Ultra-Marathon-Verband (DUMV) ausgeschrieben wird. Da werden
locker über 200 Kilometer zurückgelegt.
Das schafft auch Martin Sattler, seines Zeichens Mathe- und
Erdkunde-Lehrer an der Giengener Realschule, Freund von Mücke und
Initiator des zum zweiten Mal auf dem Schießberg veranstalteten
Lauf-Meetings, an dem rund 550 Mädchen und Jungen der Realschule und über
250 Gastläufer aus Schulen in Heidenheim und Herbrechtingen in
insgesamt 28 Mannschaften an den Start gingen. Zumindest eines der Teams
musste bzw. muss bis heute um 11 Uhr auf der zwei Kilometer langen
Rundstrecke rund ums TSG-Stadion unterwegs sein. Die von den jeweiligen
Gruppen zurückgelegten Kilometer sind letztlich ausschlaggebend für
den Erlös der Benefizveranstaltung zugunsten eines Kinderhilfsprojekts
in dem einstigen Bürgerkriegsland Uganda.
Viele Eltern und Angehörige von Schülern sowie örtliche Firmen und
Betriebe konnten als Sponsoren gewonnen werden, die nach eigener
Entscheidung pro Kilometer 10, 20 oder auch mehr Cents locker machen.
Beim ersten „Lauf für Uganda“ vor zwei Jahren kamen so immerhin über
8000 Euro zusammen. Angesichts der noch stärkeren Teilnahme und Unterstützung
der diesjährigen Aktion wird eine Summe von mindestens 10 000 Euro
erwartet.
Das vielfältige Engagement würdigte denn auch Günther Schrumpf, der
Rektor der Robert-Bosch-Realschule. Dabei pries der Schulleiter nicht
nur die läuferischen Leistungen der Jugendlichen, sondern auch deren
organisatorische Fähigkeiten. Zwischen den Läufen waren viele der
Starter auch mit anderen Aufgaben betraut. Stark ins Zeug legten sich
zudem Eltern und aktive Kräfte des Fördervereins der Realschule um
Vorsitzende Petra Schneck, die für die Verpflegung sorgten. Zu danken
hatte Schrumpf überdies dem ASB für den Sanitätsdienst, der TSG für
die Überlassung der Sportanlagen und der schulischen
Arbeitsgemeinschaft Religion, die Waren aus dem Weltladen anbot.
Zum Rahmenprogramm gehörte auch der Auftritt von Trommlern, die für
afrikanische Rhythmen sorgten, nächtliche Filmvorführungen und das
Spiel der neuen Schulband, die einen sinnigen Song für den Lauf in
petto hatte. Der Dauer- und Gastläufer Dietmar Mücke dürfte davon
sicher nicht viel mitbekommen haben. Wenn er 200 Kilometer schafft, dann
winkt ihm eine Prämie von 1000 Euro, ließ Martin Sattler wissen. Der
laufstarke Lehrer kann eine solche Leistung am besten bewerten, ist er
doch selbst deutscher Rekordhalter im 48-Stunden-Lauf in der Halle. Bei
einem Wettbewerb im tschechischen Brünn schaffte der 56-Jährige sage
und schreibe 363 Kilometer.
Und wie kam er darauf, „Läufe für Uganda“ zu initiieren? In Königsbronn
lebt eine Frau namens Helene Dingler, die seit Jahren Hilfe in diesem
Land leistet. Von ihr erfuhr Martin Sattler viel vom Leid und Elend
zahlloser Kinder. 20 Jahre herrschte Krieg, 20 000 Kinder wurden von
Rebellen verschleppt und als Kindersoldaten eingesetzt. Deren
Wiedereingliederung in die Gemeinschaft ist Aufgabe einer
Missionsstation, der das Geld aus Giengen zufließt. Im Leitbild der
Robert-Bosch-Realschule wird unter anderem der Begriff
„Verantwortung“ betont. Dass dies kein bloßes Lippenbekenntnis ist,
unterstreicht der „Lauf für Uganda“.
Heinz Kleimaier
Rubrik 'Stadt Giengen' - HNP -
20.07.2007
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| Laufen für einen guten Zweck |
| Rund 600 Schüler der Realschule starteten
gestern zu einem 24-Stunden-Lauf für Kinder in Uganda |
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| GIENGEN (rei). Gestern um Punkt 11 Uhr
knallte der Startschuss aus der Pistole von Bürgermeister Franz
Heger, und die ersten Schüler machten sich im TSG-Stadion auf
zum zweiten „Lauf für Uganda“. |
Zum Abschluss des Schuljahres wird von der
Robert-Bosch-Realschule dieser „Lauf für Uganda“
veranstaltet. Initiator ist Martin Sattler, der gleichzeitig
Lehrer an der Realschule und passionierter Langstreckenläufer
ist. Dieses sportliche Ereignis findet nach 2005 bereits zum
zweiten Mal statt. Der Grundgedanke dieser Benefizveranstaltung
ist es, die Kinder in der Kigtum-Missionsstation zu unterstützen.
Darauf wiesen vor dem Startschuss im gestern Vormittag bereits
von sommerlicher Hitze erfüllten TSG-Stadion einerseits Schülersprecher
wie auch Schulleiter Günter Schrumpf hin, der die rund 600 Läufer
der Schule und die etwa 200 mitlaufenden Gäste begrüßte.
Warum Uganda? Während der 20-jährigen Kriegszeit in diesem
Land wurden 20 000 Kinder von Rebellen verschleppt und zu
Kindersoldaten ausgebildet. Die Wiedereingliederung dieser
Kinder in die dörfliche Gemeinschaft ist das Ziel dieser
Kigtum-Missionsstation, die die Realschüler mit ihrer Aktion
unterstützen wollen.
24-Stunden laufen die Schüler, Vereine, andere Schulen oder
sonstige Personen, um so durch Sponsorengelder für jeden
gelaufenen Kilometer Geld zu sammeln. Bei der Veranstaltung vor
zwei Jahren kamen so rund 8500 Euro zusammen.
Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem vom Förderverein
der Robert-Bosch-Realschule, der gestern Nachmittag und Abend
die Verpflegung der hungrigen Mäuler mit Getränken und Würstchen
vom Grill sicherstellte.
Um allen Anwesenden etwas Abwechslung zu verschaffen, fanden
auch verschiedene Aufführungen statt. Die Religion AG der
Schule hate einen Weltladenstand aufgebaut, ein Gastauftritt
einer Trommelgruppe mit afrikanischen Klängen stand auf dem
Programm, ihren ersten öffentlichen Auftritt hat die Schulband
„One-Way-Street“. Dazu wurden Filme gezeigt. Kurz nach dem
Laufende und vor der Siegerehrung heute soll ein
Luftballonwettbewerb gestartet werden. Dieser verkörpert
gleichzeitig das Leitbild der Robert-Bosch-Realschule mit den
Themen: „Verantwortung und Wertschätzung.“
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Punkt 11 Uhr knallte der Startschuss durch Bürgermeister
Franz Heger (rechts), und die ersten Läufer machten sich auf
die Strecke. Foto: rei |
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