Förderkreis Synagoge Binswangen e.V.
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Erste urkundliche Erwähnung der Juden in Binswangen

Urkunde von ..39 Die Angabe, dass Juden in Binswangen schon 1439 genannt seien, hängt wahrscheinlich mit der falschen Auflösung des Datums einer Urkunde zusammen, deren Jahreszahl - entsprechend dem Gebrauch der sog. minderen Zahl - (Angabe nur von Zehner und Einer unter Weglassung der Hunderter und Tausender) - nicht voll ausgeschrieben ist, sondern von der nur die Zahl 39 angegeben ist. Schrift und sonstige Angaben stimmen jedoch voll zum Jahr 1539, nicht jedoch zu 1439.

Allerdings erwähnt der ehemalige Binswanger und spätere Ichenhausener Pfarrer Heinrich Sinz eingangs seiner Abhandlung über die Judengemeinde in Ichenhausen:
"So befand sich schon um 1450 eine Judengemeinde in Binswangen, einem gleichfalls zur Markgrafschaft gehörigen Orte vor den Toren der bayerischen Stadt Wertingen."
Die Quelle seiner diesbezüglichen Information hat Pfarrer Sinz leider nicht angegeben.

Es verwundert allerdings, dass das burgauische Feuerstättenverzeichnis von 1492 nicht erkennen lässt, ob und welche Juden in Binswangen zu dieser Zeit ansässig waren.

Die nächste Nachricht von Juden in Binswangen stammt dann aus dem Jahre 1525.
Anscheinend hat 1525 Pfalzgraf Ottheinrich, der erste Fürst des Fürstentums Neuburg a.d.Donau, beim damaligen Binswanger Ortsherren, Marx Langenmantel, interveniert. dass die Binswanger Juden im benachbarten pfalz-neuburgischen Landgericht Höchstädt keine Geldgeschäfte und keinen Handel mehr treiben sollten. Die beiden Binswanger Juden Schmuel und Mair wandten sich daraufhin an Ottheinrich mir dem Hinweis, sie hätten in dem Landgericht nur kleine Summen gegen einen geringen Zinssatz verliehen und dies auf Brief und Siegel, also in beurkundeter Form. Den Antrag der beiden Juden, sie in ihren rechtmäßigen Geschäften und kaiserlichen Freiheiten nicht zu beeinträchtigen, unterstützte sogar der Ortsherr im Zusatzschreiben an Ottheinrich.



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