Förderkreis Synagoge Binswangen e.V.
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Jom Kippur
Sühnetag und Versöhnungsfest
10. TISCHRI 5771
(= 18. September 2010)

Briefmarke zum Jom Kippur
Jom Kippur, zehn Tage nach dem Beginn von Rosh Hashana, ist der Versöhnungstag, der Tag des göttlichen Gerichts, der Buße und Umkehr (Lev. 23,27-32), an dem die Verfehlungen des einzelnen Menschen gesühnt werden und der höchste jüdische Feiertag. Es ist der einzige in der Bibel genannte Fastentag. Der Jom Kippur ist ein Tag, um über die eigenen Verfehlungen und Vergehen nachzudenken. Juden beten an diesem Tag um Vergebung der Sünden zwischen Menschen und Gott und bereuen fehlerhaftes Handeln und Vergehen im zwischenmenschlichen Bereich. An diesem Tag wird laut Überlieferung das Urteil über die Menschen von Gott gesprochen. Die wichtigsten religiösen Vorschriften des Jom Kippur - lange Bittgottesdienste und ein 25stündiges Fasten - werden selbst von vielen, eigentlich säkularisierten Menschen befolgt. Würde und feierlicher Ernst des Jom Kippur in der Öffentlichkeit sind stärker ausgeprägt als bei anderen Festen, Rosch ha Schana eingeschlossen. Das Land kommt für 25 Stunden zu einem absoluten Stillstand. Alle Unterhaltungs- und Vergnügungsstätten sind geschlossen; Fernseh- und Radiosendungen werden eingestellt - sogar Nachrichten werden nicht gesendet; der öffentliche Verkehr ruht, die Flughäfen werden geschlossen und viele Straßenzüge abgesperrt.

Der Ernst des Tages wird in Israel durch die Erinnerung an den Krieg von 1973, also an den Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf Israel am Jom Kippur zusätzlich unterstrichen.



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